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Besichtigung des Zollhafens von Bangkok

Beim
morgendlichen Treffpunkt, dem „Au Bon Pain“ im TESCO auf der Rama
IV, sammelte sich unsere Gruppe von immerhin 20 Frauen und wurde von
Christine Russel, Director - Freight Forwarding der Firma Leschaco
(Thailand) Ltd. und einigen ihrer Mitarbeiterinnen in Empfang
genommen. Mit zwei Minibussen wurden wir dann, von den
Repräsentanten der Firma Leschaco begleitet, zunächst zum Gebäude
der Port Authority Thailand (PAT) gebracht.

Einige
Mitarbeiter der PAT erwarteten uns bereits in einem Konferenzraum
mit Getränken und Snacks. Anhand von Film und Powerpoint
Präsentation vermittelte man uns die Aufgaben der Hafenbehörde und
die verschiedenen Prozesse, die die einzelnen Container bei Ein-
oder Ausfuhr durchlaufen.

Zu den
Hauptaufgaben der PAT, die 1951 als öffentliches Staatsunternehmen
gegründet wurde, gehört es, Dienstleistungen und Einrichtungen für
Schiffe und deren Frachten zu bieten. Darüberhinaus muss die PAT
dafür sorgen, dass die Fahrrinne des Chao Phraya Flusses immer
ausgebaggert wird, die Hafenbecken und Ankerplätze gewartet werden,
die Warenbewegungen reibungslos ablaufen und die Zusammenarbeit mit
den betreffenden Agenturen, wie beispielsweise der Logistikfirma
Leschaco, funktioniert.
Außerdem erfuhren
wir Wissenswertes über die verschiedenen Häfen in Thailand. Bei dem
Hafen in Bangkok, der im Klongtoey Bezirk liegt, handelt es sich
beispielsweise um den größten Flusshafen Thailands. Er ist für die
Versorgung von Bangkok und Umgebung zuständig. Aufgrund der
begrenzten Tiefe der Fahrrinne (8,5m) und der starken Windungen des
Flusses dürfen hier nur Schiffe bis zu einer bestimmten Größe
einlaufen. Demgegenüber handelt es sich bei dem Hafen in Laem
Chabang, im Golf von Thailand, etwas südlich von Si Racha, um den
Haupttiefseehafen Thailands. Darüber hinaus wurden noch drei weitere
Häfen hervorgehoben. Vom Hafen in Ranong, an der Andaman Sea
gelegen, werden Länder wie Sri Lanka, Indien, Bangladesh und Myanmar
angesteuert. Die beiden Häfen Chieng Saen und Chieng Khong in der
Region Chiang Rai sind für den Güterverkehr mit den Ländern,
Myanmar, Laos, Kambodscha und Vietnam auf dem Mekong Fluss
zuständig.

Anschließend
wurden wir in einem Bus über das Hafengelände gefahren. Wobei das
Wetter uns leider einen Strich durch die Rechnung machte, hier oder
dort auszusteigen und alles etwas näher in Augenschein zu nehmen.
Der Hafen befindet sich auf einer Fläche von 941 acres (1 acre =
0,405 Hektar). Das eigentliche Zollgebiet ist eingezäunt und 344
acres groß. Wir durchfuhren die verschiedenen Warenbereiche im Hafen
und hatten Gelegenheit, Khun Sukanya und Khun Poo alle möglichen
Fragen zu stellen.
Wir passierten
auch die Röntgenstation und erfuhren, dass die ankommenden Container
teilweise gescannt oder gar manuell untersucht werden. Die
Röntgenstation erleichtert die Wareninspektion und hilft
geschmuggelte Güter aufzufinden.
Auf dem Gelände
gibt es die Container Terminals 1 und 2. Wir fuhren zum Container
Terminal 2, um dort in der 4. Etage das Kontrollzentrum zu
besichtigen. Hier oben wurde uns erklärt, dass ca. 6 Stunden bevor
ein Schiff den Hafen anläuft, das Kontrollzentrum eine Meldung
bekommen muss. Über einen Bildschirm kann die Position der einzelnen
Schiffe in der Bucht von Bangkok und im Flusslauf des Chao Phraya
genau lokalisiert werden. Auf anderen Monitoren können die
Mitarbeiter, getrennt nach Import und Export, die Verladepositionen
der Container bestimmen. Hier konnte man hautnah erleben, was sich
tagtäglich im Hafen abspielt.

Der Firma
Leschaco (Thailand) Ltd. von allen teilnehmenden Mitgliedern der
Drehscheibe nochmals ganz herzlichen Dank für den Einblick, den wir
hierdurch erhalten konnten.
Wer noch mehr
über den Hafen und die Firma Leschaco erfahren will, kann unter
folgenden Links nachschauen:
www.port.co.th
www.leschaco.co.th
CP
13.10.2009
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