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Matriarchat
Aufgeschlossen und neugierig sind wohl die Attribute, die unsere
Gruppe (15 + 1 = Frauen + Mann) fuer sich in Anspruch nehmen kann.
Puenktlich haben wir uns in Isabels gemuetlichem Haus getroffen, um
von ihrer Mutter, Frau Karin Kastner, mehr ueber das Thema
‚Matriarchat’ zu erfahren.
Es ist eigentlich fast nicht moeglich, dem Begriff eine punktgenaue
Definition zu verpassen. Faelschlicherweise wird auch haeufig das
Matriarchat als Pendant zum Patriarchat verstanden. Allein das Wort
auszusprechen ist schon eine Herausforderung an sich.

Frau Kastner ist zur Zeit zu Besuch in Thailand und befasst sich
seit 15 Jahren mit diesem Thema. Ausfuehrliche Studien, Reisen und
Symposien untermauern ihr Wissen. Interessiert hoerten wir den
geschichtlichen Ablauf, der anschaulich mit Hilfe eines Meterstabes
dargestellt wurde. Das Thema ist im Grunde genommen sehr komplex.
Doch nach fast 3 Stunden Vortrag, Kaffeepause und Diskussion konnten
wir alle die Zusammenhaenge besser erkennen und auch zum Teil
verstehen. Wissenswerte Fakten, kurze Anekdoten und die
Erlaeuterung sprachlicher Zusammenhaenge haben uns den Begriff
‚Matriarchat’ in kurzweiliger Form naeher gebracht. Ein zum
Nachdenken anregendes Beispiel ist unter anderem, wie wir die Worte
‚herrlich’ und ‚daemlich’ im Alltag verwenden; herrliches Wetter,
daemliche Situation, etc..
Wer allerdings mehr zu diesem Thema erfahren moechte, findet im
Anhang eine von Frau Kastner zusammengestellte Literaturliste. Zum
leichten Einstieg empfiehlt sie zwei Buecher von Mary Mackey, beide
im Goldmann Verlag erschienen und in nachstehender Reihenfolge zu
lesen:
-
Im Jahr der Pferde ISBN 3-442-41559-4
-
Die Schmetterlingsgoettin ISBN 3-442-41560-8
Fuer diejenigen, die heute nicht mit dabei sein konnten hier ein
kurzer Abriss aus
www.matriarchat.net
Der Terminus Matriarchat wurde im letzten Jahrhundert von den
BegruenderInnen der modernen Matriarchatsforschung eingefuehrt und
bedeutet ‚am Anfang die Muetter’, aus gr. arché, ‚Anfang, Ursprung’
(vgl. auch archaisch oder Archaeologie), und lat. mater, ‚Mutter’.
Weil alles Leben von Muettern in diese Welt gebracht und am Leben
erhalten wird, organisierten sich die fruehen Gesellschaften um
diese Tatsache herum. Ein Matriarchat ist keine Frauenherrschaft,
Utopie oder Gesellschaft ohne Maenner. Andere Bezeichnungen fuer
matriarchale Gesellschaften sind auch Naturvoelker,
Stammesgesellschaften, indigene oder eingeborene Voelker, primitive
Voelker, Wilde, regulierte Anarchie oder Konsensdemokratie.

Auf die Schnelle fand ich noch folgende web sites recht informativ,
die ich hiermit erwaehnen moechte:
www.hannelore.org
www.efodon.com
www.vistaverde.de
www.kurskontakte.de
www.oneworld.at/suedwind.magazin
www.beepworld.de
www.onommantie.de
Und wer noch immer nicht genug ‘Food for thought’ gefunden hat, kann
bei google.com unter 43.300 Eintragungen zu diesem Thema mit all den
multiplen Links stundenlang surfen. Ich muss gestehen, nach 10
Seiten hatte ich bereits leichtes Kopfbrummen. Dennoch viel Spass!
Dabei habe ich uebrigens folgende Info gefunden, unter ‚Feste
feiern’. Fuer alle, die es noch nicht wissen sollten, am 8. Maerz
ist der ‚Internationale Frauentag’ – dieses Jahr an einem DIENSTAG,
unserem Drehscheibentag! An diesem Tag gehen jedes Jahr Frauen auf
die Strasse, um fuer ihre Rechte zu kaempfen. Zum ersten Frauentag
1911 kamen in Daenemark, Oesterreich, Schweden, der Schweiz,
Deutschland und in den USA Frauen zu Demonstrationen und
Versammlungen zusammen. Im Mittelpunkt damals stand die Forderung
nach dem Wahlrecht fuer Frauen. Seitdem orientieren sich die
Forderungen in jedem Jahr an der aktuellen politischen Lage des
einzelnen Landes. Es geht um gleichen Lohn fuer gleiche Arbeit,
Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt, verstaerkten Kampf gegen
Diskriminierung. Der Internationale Frauentag war in seinen
Anfaengen eng verknuepft mit der Sozialistischen
ArbeiterInnenbewegung, loeste sich jedoch ueber die Jahre von
ideologischen und parteipolitischen Einfluessen und wurde zu einem
Tag der Rechte der Frau.
Hoffentllich konnte heute so manche Wissensluecke gefuellt oder auch
Interesse an diesem Thema geweckt werden. Noch einmal an Isabel und
ihre Mutter ganz herzlichen Dank fuer den unterhaltsamen Vortrag und
die ueberaus freundliche Bewirtung.
Literaturverzeichnis 1
Literaturverzeichnis 2
RR

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