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Besuch des
Jademuseums

Am 29. Mai traf
sich eine kleine Gruppe von drei Damen zu einem Besuch des
Jademuseums, welches sich etwas unscheinbar an der Ratchadamnoen
Road befindet.
Gleich am Eingang
wurden wir von dem zahlreichen Personal schon wartend empfangen.
Nach einer Einführung über das Museum sowie über den Edelstein Jade
wurde uns ein kurzer, jedoch umfassender Film über Jade vorgeführt.
Nach einer
kleinen Stärkung mit Kaffee und Tee wurden wir in die „Schatzkammer“
des Museums geführt, wo sich eine Sammlung von antiken
Jadeschnitzereien befindet. Einige von ihnen sind schon mehrere
tausend Jahre alt.
Anschließend
haben wir uns in dem Verkaufsraum die unterschiedlichsten
Jadeschmuckstücke angesehen und auch einige anprobiert. Beeindruckt
von der Schönheit dieses Steines wurden auch zwei Damen fündig und
sind nun stolze Besitzer eines wertvollen Schmuckstücks.

Hier nun einige
Informationen über Jade:
Mythos Jade
Seit ungefähr
7.000 Jahren ist der Edelstein mit dem dezenten Fettglanz, der neben
vielen feinen grünen Nuancen auch in weißen, grauen bis schwarzen,
gelben, orangen und zartvioletten Farben vorkommt, bekannt. In
prähistorischer Zeit wurde er allerdings wegen seiner Zähigkeit
geschätzt, die ihn zu einem idealen Material für Waffen und Geräte
machte. Doch bereits 3.000 v. Ch. galt Jade in China als yu, als
„königlicher Edelstein“. In der langen Kunst- und Kulturgeschichte
des riesigen chinesischen Reiches hatte Jade immer eine ganz
besondere Bedeutung. Man verwendete Jade sowohl für feinste Objekte
und Kultfiguren wie auch als Grabbeigaben für hochrangige Mitglieder
des Kaiserhauses. Auch heute noch gilt dieser Edelstein als Sinnbild
für das Gute, Schöne und Kostbare. Er verkörpert die konfuzianischen
Tugenden Weisheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Bescheidenheit und
Mut.
Doch auch die
Mayas, Azteken und Olmeken Mittelamerikas verehrten und schätzten
Jade bereits in präkolumbianischer Zeit höher als Gold. Neuseelands
Maoris schnitzten schon früh Waffen und Kultgeräte aus heimischer
Jade, eine Tradition, die bis heute Bestand hat. Im alten Ägypten
wurde Jade als Stein der Liebe, des inneren Friedens, der Harmonie
und Ausgeglichenheit verehrt. Auch in anderen Regionen und Kulturen
galt Jade als Glücks- und Schutzstein, hatte jedoch längst nicht die
Bedeutung wie in Asien, was vermutlich auch an mangelnden
Kenntnissen über diesen faszinierenden Edelstein liegt.
Erfreulicherweise wachsen jedoch in jüngster Zeit überall das
Verständnis und die Wertschätzung für einen Edelstein, der nicht nur
den Kenner durch sein perfektes Zusammenspiel von Härte und
Zähigkeit mit zauberhaftem Farbspektrum und feinem Glanz fasziniert.

Was ist Jade?
„Jade“ oder die
in China übliche Bezeichnung yu ist eigentlich ein Oberbegriff für
zwei unterschiedliche Edelsteine: Nephrit und Jadeit. Der Name geht
zurück auf das spanische „piedra de ijada“ = Lendenstein, denn Jade
galt bei den Indianern Südamerikas früher als Nierenheilmittel.
Wegen seiner nierenstärkenden Wirkung nannte man den Stein auch „lapis
nephreticus“. Daraus entwickelte sich dann die Bezeichnung „Nephrit“.
Sowohl Jadeit wie
auch Nephrit gelten in China als zhen yu, als „echte Jade“. Erst
seit Beginn des 19. Jh. unterscheiden Mineralogen und Gemmologen die
beiden Mineralien, die sich in Aussehen, Härte und
Bearbeitungseigenschaften recht ähnlich sind. Beide sind zäh, da sie
aus dichten, feinfaserig verfilzten Aggregaten bestehen,
unterscheiden sich jedoch in der chemischen Zusammensetzung und den
Farben. Nephrit ist vorwiegend von mittlerem bis dunklem Grün oder
Graugrün, kann aber auch weiß, gelblich oder rötlich sein. Die
Hauptquellen von Nephrit liegen in Kanada, Neuseeland und Turkestan.
Der seltene
und auch etwas zähere Jadeit zeigt neben grünen auch weiße, rosa,
rote schwarze, braune und violette Farbtöne. Die Farbverteilung ist
bei beiden Mineralien meist unterschiedlich. Nur feinste Jade ist
von gleichmäßiger Farbe. Sowohl Nephrit wie Jadeit sind häufig von
Äderchen, Flecken und Streifen durchzogen. Allerdings ist das nicht
unbedingt ein Makel, im Gegenteil: Manche dieser Muster gelten als
besonders wertvoll. Die Hauptquellen von Jadeit liegen in Myanmar,
Kasachstan, Guatemala und Kalifornien.
29.05.2007 / GH
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