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Natur pur im Nationalpark

Der Khao Yai
Nationalpark ist jedem ein Begriff und doch wurde er für neun
Drehscheibe-Damen am 29.01.2007 zu einem besonderen Ereignis. Das
Timing für die Ankunft in Pakchong war genau richtig, um uns mit
einem leckeren Thai-Mittagessen auf die kommenden Stunden
vorzubereiten. Das Restaurant „Muang Porn“ (ein Tip unseres Guides)
hat nicht nur eine riesige Terrasse mit atemberaubender Aussicht,
die unzähligen Platten mit Fish, Morning Glory, Chicken with garlic,
Beef, fried rice und, und, und waren im Nu verputzt. Im zugehörigen
Shop wanderten noch zwei Flaschen Rotwein aus dem Anbau der Region
ins Gepäck. Man weiß ja nie…
Ausgangspunkt
für die erste lockere Wanderung war der Berg „kleiner Elefant“.
Schon auf dem Weg dorthin musste der Bus einige male abrupt stoppen,
weil Mr. Jeep bunte Papageien oder andere seltene Exemplare in den
Bäumen gesichtet hatte. Schnell das Fernglas eingestellt und das
Teleskop aufgebaut und schon eröffnete sich uns die bunte Vielfalt
der hiesigen Vogelwelt.
Pünktlich vor
Anbruch der Dämmerung erreichten wir die Fledermaushöhle, die uns
ein außergewöhnliches Naturereignis bot: Tausende von
Hufeisen-Fledermäusen verließen ihren dunklen Unterschlupf hoch über
uns in den Felsen, um zur Nahrungssuche aufzubrechen. Die Formation
bewegte sich mal in gerader Linie vor dem Berg, mal in Spiralen
fort, immer darauf bedacht zusammen zu bleiben und nicht als Beute
für die lauernden Bussarde zu enden.

Nach so viel
Erlebtem und kühler ! (die Fleece-Pullover kamen tatsächlich zum
Einsatz) frischer Luft war wieder Platz für das Dinner in der Khao
Yai Garden Lodge. Bei Thai-Bier, dem mitgebrachten Wein und
Geschichten aus unserem Thai-Alltag waren die Temperaturen nur noch
Nebensache. Während sich im Guesthouse „Som Prong Resort“ die Einen
schon unter mehreren Lagen Bettdecken selig in den Schlaf
kuschelten, testete der harte Kern noch die zweite Flasche
Rebensaft.
Das Krähen der
Hähne beendete am nächsten Morgen unsere süßen Träume. Mit einem
üppigen Frühstück verwöhnt starteten wir in das 2.168 km² große
Areal des Nationalparks. Verschiedene Vogelarten wurden durch das
Teleskop beobachtet, schwarze Gibbon und Macaque vollführten
akrobatische Kunststückchen in den Bäumen. Anders als die großen
Touristenmassen gingen wir keine ausgetretenen Pfade. Irgendwo am
Straßenrand (wo ist denn hier ein Weg?) betraten wir das teils
steile und unwegsame Gelände, wo höchstens Elefanten ihre
Fußabdrücke hinterlassen hatten und hier und da auch mal das Produkt
ihrer Verdauung. Am ersten Wasserfall „Haew Sai Falls“ gab’s eine
Vitaminpause, bevor wir dem Flussbett über Stock und Stein zum
nächsten Wasserfall „Haew Suwat Falls“ folgten. Das idyllische
Fleckchen war wie geschaffen, um das liebevoll in Bananenblättern
verpackte Khaaw Pad von Mama Jeep zu genießen.
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Was haben wir
aus diesen zwei Tagen alles mitnehmen können: wir bekamen „red-breasted
parakeets“ (Bartsittiche) und den „Hainan-Blauschnäpper“ vor die
Linse, vom „Hornbill“ blieb leider nur das Nest, der Untermieter
selbst war ausgeflogen. Nun wissen wir, dass die Hufeisen-Fledermaus
eine Spannweite von 32 cm hat und dass Elefanten auf einer für uns
nicht hörbaren Frequenz über 2 km miteinander kommunizieren. Wir
rieben unsere Nasen an der „Laurasia-Wurzel“ die zu Tigerbalm
verarbeitet wird und begutachteten die Sandelholzbäume, deren
kostbares schwarzes Holz den Park angeblich nicht immer auf
offiziellen Wegen verlässt bevor es an die Parfumindustrie verkauft
wird. Die Liste, was wir auf dieser Tour gelernt, erlebt und gesehen
haben, ließe sich noch lange fortsetzen. Der engagierte und
unermüdliche Mr. Jeep wusste einfach alles und sorgte mit seinen
lockeren Sprüchen immer für einen Lacher.
Schön wars.

Falls ihr noch
mal gucken wollt:
http://www.vogelnetzwerk.de/
www.MUANGPORN.com
und die
Homepage von Mr. Jeep:
http://www.monsoon-travel.com/
01.02.2007 /
ME
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