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Werksbesichtigung bei
BMW Manufacturing (Thailand)

Mit zwei Bussen
reisten 12 Drehscheiben-Mitglieder, einmal von Minburi und einmal
von Asoke aus, zu Amata City, einem riesigen Industriegebiet bei
Rayong. Fast zeitgleich fuhren wir um Punkt 10 Uhr am Werkstor der
BMW Manufacturing (Thailand) vor. Eine kurze Formalitaet - durch
Hinterlegung unserer Namen bekamen wir einen Eingangspass. Khun Som
(Leitung der Werks-Kommunikation) empfing unsere Gruppe an der
Rezeption und fuehrte uns eine Etage hoeher. Dort wurden wir mit
Kaffee und Tee freundlich bewirtet. In exzellentem Deutsch
begruesste uns Khun Vichai (Director Assembly) und los gings mit
einer recht informativen Praesentation ueber die zu produzierenden
Fahrzeuge und das Werk in Rayong. Unsere Fragen wurden treffsicher
und mit Humor beantwortet. Die kniffligste Frage natuerlich war:
‚Soll ich mir einen Mercedes oder einen BMW anschaffen, wenn ich
wieder in Deutschland zurueck bin???’ Tja – was war wohl hier die
Antwort?
Bevor uns Khun
Vichai durch die Werkshallen fuehrte, hiess uns Herr Hans Kroeppelt
(Managing Director) willkommen und wuenschte uns viel Spass bei
unserem Rundgang. Es war schon interessant zu sehen, wie die
Fahrzeuge vormontiert werden, bevor sie nach Bangkok zum Lackieren
gebracht werden, um dann wieder zur Endmontage in Rayong zu
erscheinen. Wir erfuhren u.a., dass je nach Modell zwischen 3,5 und
6 Tage bis zum Montageende benoetigt werden. Unglaublich auch,
wieviele Einzelteile je nach Typ fuer die Montage zum Einsatz
kommen. Nach Fertigstellung werden saemtliche Fahrzeuge auf einem
Teststand in verschiedensten Disziplinen getestet. Dies ist in einem
kleinen Werk, wie hier in Thailand so noch moeglich, da es sich eben
um geringe Stueckzahlen handelt.
Die BMW Group ist
der einzige Hersteller von Automobilen und Motorraedern weltweit,
der sich mit allen Marken und ueber alle relevanten Segmente hinweg
ausschliesslich auf Premium konzentriert.
Ein kleiner
geschichtlicher Ueberblick zeigt die Entstehung von BMW. Im Jahre
1916 wurden die Bayerischen Flugzeug-Werke (BWF) aus den vormaligen
Otto-Werken gegruendet. Ein Jahr spaeter wurden die bisherigen
Rapp-Motorenwerke in die Bayerische Motoren Werke GmbH umbenannt,
die Flugmotoren fuer Militaerflugzeuge bauten. Kurz vor Ende des
ersten Weltkrieges wird die Bayerische Motoren Werke GmbH in eine
Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von 12 Millionen RM
umgewandelt. Da es nach dem Krieg ein generelles Produktionsverbot
fuer Flugmotoren gab, wurden Eisenbahnbremsen und Einbaumotoren
gefertigt. 1922 verkauft die Firma ihren Motorenbau samt dem Namen
BMW an die BWF und zieht in deren Werkshallen um. Das
BWF-Gruendungsdatum, der 7. Maerz 1916, wird somit auch zum
Gruendungsdatum der ‚erneuten’ Bayerischen Motoren Werke AG, wie die
Firma von nun an heisst. Trotz teilweiser Zerstoerung und diverser
Einbrueche nach dem zweiten Weltkrieg konnte BMW immer weiter
expandieren und neue Standorte ausbauen.
Mit ihren drei
Marken BMW, MINI und Rolls-Royce Motor Cars setzt die BMW Group
gezielt auf ausgewaehlte Premium Segmente der internationalen
Automobilmaerkte. Die Aktivitaeten der BMW Group umfassen neben dem
Automobilgeschaeft die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von
Motorraedern sowie umfassende Finanzdienstleistungen fuer Privat-
und Geschaeftskunden.
Die
Unternehmenszentrale in Muenchen steuert die Aktivitaeten der BMW
Group weltweit. Im ‚Vierzylinder’ am Olympiapark laufen die Faeden
aus mehr als 150 Laendern zusammen. Um Trends fruehzeitig
aufzuspueren und entsprechende Loesungen anzubieten, ist es fuer die
BMW Group wichtig, durch Forschungs- und Entwicklungszentren in
verschiedensten Maerkten vor Ort zu sein. Das weltweite
Produktionsnetzwerk der BMW Group ist das Rueckgrat fuer Wachstum
auf allen Weltmaerkten, wie zur Zeit 15 Produktionsstaetten in
sieben Laendern. Die Montage findet ueberwiegend mit externen
Partnern statt. Die BMW Group verfolgt konsequent das Ziel, in allen
wesentlichen Maerkten dieser Erde mit eigenen
Vertriebsgesellschaften vertreten zu sein. Ein Standort hierfuer ist
ebenso Thailand.
Die BMW Group
investierte 15 Millionen Euro in den weiteren Ausbau des ersten BMW
Produktionswerks in Asien, das sich zu 100% im Besitz der BMW Group
befindet. Die BMW Manufacturing Co. Ltd. in der Provinz Rayong hatte
die Produktion der 7er Reihe begonnen und exportiert seit 2003. Die
Auslieferung der ersten von der BMW Thailand Manufacturing
produzierten Fahrzeuge erfolgte bereits 2000. Das Werk produzierte
die beiden Modelle BMW 318i und 323i. Das Rayong Werk wird die
einzige Produktionsstaette ausserhalb Deutschlands (Dingolfing)
sein, das die 7er Reihe herstellt. Mittlerweile werden in Rayong die
3er, 5er und 7er Reihe sowie der X3 gefertigt. Es wird momentan in
einer Schicht gearbeitet und das 5 Tage pro Woche.
Rayong ist auf
dem Weg, zu einem Zentrum der Premiumautomobilindustrie in Asien zu
werden. Dazu hat die Entscheidung von BMW zum Ausbau des Werkes
sicher auch beigetragen. Die Investition beinhaltet ein
zusaetzliches Montageband und Einrichtungen fuer den
Karosserie-Rohbau. Die maximale Zielkapazitaet des Werks bleibt bei
12.000 – 15.000 Einheiten. BMW Thailand Manufacturing Co. hat
insgesamt circa 300 Mitarbeiter, davon 85% maennlich und 15%
weiblich. Die Firma operiert auf 100.000 qm Flaeche. Im Rahmen des
‚CoC SEA Activities (Center of Competence)’ werden in Rayong
Mitarbeiter aus dem gesamten asiatischen Raum trainiert. Unter dem
Begriff ‚Pride of the Plant’ konnten wir erfahren, dass bereits
schon ab dem Jahr 2001 jedes Jahr Auszeichnungen aller Art dem Werk
verliehen werden – ein schoener Erfolg!
Ein kurzer Film
ueber die Firma rundete die Tour ab. Schnell noch ein
Erinnerungsfoto und nach einer herzlichen Verabschiedung huepften
wir zufrieden und mittlerweile etwas hungrig in unsere Busse, um zum
Amari Orchid Resort & Tower nach Pattaya zum Lunch zu fahren.

Dort wurden wir
schon von Herrn Martin Kroeni (Executive Assistant Manager) erwartet
und an einen schoen gedeckten Tisch gefuehrt. Es dauerte nicht lange
und dann wurde die Vorspeise Mozzarella-Tomaten serviert, gefolgt
von Teigrollen mit Spinat- und Ricottafuellung in Tomatensosse mit
Kaese ueberbacken und zum Abschluss Panna Cotta mit
Passionsfruchtmousse und frischen Beeren. Den Kaffee hatten wir dann
alle dringend noetig. Wir konnten das ausgezeichnete Essen, das
huebsche Ambiente, die reizende Tischdekoration, die ueberaus
freundliche Bedienung und - als absoluten Bonus - die luftige Brise
vollstens geniessen. ‚Haben wir es doch verdient!’, war die
einhellige Meinung. Ein kurzer Spaziergang durch die stimmige
Resortanlage zum oeffentlichen Strand gab ein richtiges
Urlaubsgefuehl. Schien das Wasser im Meer auch nicht ganz so sauber,
die Placierung der unzaehligen Sonnenschirme und Liegestuehle
entschieden zu eng, waren jedoch die paar wenigen Schritte im Sand
mit anschliessender Fotosession Spass total.

Auch die
Rueckfahrt verlief ohne Stau, die beiden Fahrer verdienten fuer Ihre
Fahrleistung ein dickes Lob und mit viel Geschwaetz verging die
Zeit wie im Flug. ‚Flug?’ - Ach nein, war es nicht der Slogan von
BMW ‚Freude am Fahren’ der uns letztendlich nach Rayong brachte und
den zu erkunden wir urspruenglich ausgezogen waren? Die edlen,
hochglanzpolierten Fahrzeuge im Hinterkopf konnten uns sicherlich
eine gewisse Vorstellung von Fahrspass vermitteln. Darueberhinaus
erfuhren wir aber am heutigen Tag Freude in so multipler Form, wie
tolle Praesentation, nette Leute, leckeres Essen, super Wetter,
sichere Fahrt und gute Stimmung. Zurueck bleibt eine schoene
Erinnerung an einen weiteren Drehscheiben-Ausflug und Freude an der
Fahrt hatten wir auch.
Besonderen Dank
gelten Herrn Kroeppelt, Khun Vichai und Khun Som von der BWM Group
Thailand. Khun Som hat im Vorfeld per stetem e-mail Kontakt
massgeblich an der guten Organisation der Werkstour beigetragen.
Weitere
Information gibt es:
www.bmw.co.th und
www.bmw.de
28.02.2007 / RR
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