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Besuch bei Michelin
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Sieben Damen der Drehscheibe trafen sich heute am
Werkstor von Michelin in Laem Chabang. Khun Somkid, Personal
Assistant des Werksleiters, erwartete uns bereits. Nach
Aushaendigung der Werksausweise und einer kurzen Taschenkontrolle an
der Pforte durften wir dann passieren. Im Besprechungszimmer
empfingen uns Herr Samuel, Werksleiter und Khun Parichat, HR
Managerin. Bei Kaffee und Kaese-Fruechte-Kuchen erfuhren wir in der
Praesentation Genaueres ueber die Firma und deren Produkte. Zahlen
und Fakten waren in den Schaubildern klar dargestellt. Die gezielte
Fragestellung von Herrn Samuel bezog uns regelrecht in den kreativen
Denkprozess mit ein.
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Darueberhinaus wurden wir ueber die Firmengeschichte
und das Werk in Laem Chabang informiert, das im Juli sein 20
jaehriges Jubilaeum feierte. Wir hoerten auch, dass jede Besprechung
und Praesentation mit einer ‚Safety Minute’ begonnen wird. Die
Sicherheit im Hause hat oberste Prioritaet, sind doch laut Statistik
80% aller Unfaelle selbstverschuldet. Zusaetzlich anzumerken ist,
dass das Michelin Statement ‚The Company exists because of our
Customers’ durch die zahlreichen Trophaen und Auszeichnungen
bestaetigt zu sein scheint, die im Eingangsbereich zur Schau
gestellt sind.
Ein paar Daten ueber die Michelin Gruppe, die
bestimmt von Interesse sind:
1889 Gruendung von Michelin et Cie
1891 Michelin erfindet den demontierbaren
Fahrradreifen
1895 erstes Auto auf Michelin Reifen
1898 Bibendum ‚Bib’, das Michelin Maennchen, Symbol
des Unternehmens, wird erschaffen
1946 Erfindung des Radialreifens
Die Organisationsstruktur verlaeuft nach
Produktlinien:
- PKW, leicht LKW Reifen
- LKW Reifen
- Spezialproduktlinie ‚Flugzeuge’,
Erdbewegungsmaschinen, Landmaschinen, Zweiraeder
Die Funktionen eines Reifens wurden wie folgt
beschrieben:
-Tragfaehigkeit
- Uebertragung der Lenkkraefte
- Uebertragung von Antriebs- und Bremskraeften
- Stossdaempfende Wirkung
- Rollen zur Fortbewegung
- Dauerhaltbarkeit
Witzigerweise wurde bei der Diskussion ueber die
Funktion eines Reifens ein Vergleich mit Schuhen aufgefuehrt.
Attribute wie Haftung, Lebensdauer, Rollwiderstand, Fahrverhalten,
Dauerhaltbarkeit und Fahrkomfort zaehlen zu den Kriterien fuer einen
guten Reifen. Der wiederum besteht aus ueber 200 Werkstoffen und 30
Halbfabrikaten, gepaart mit innovativer Spitzentechnologie.
Der Konzern umfasst 69 Fertigungsstandorte sowie je
ein Technologiezentrum in Europa, Asien und Nordamerika. Zwei
Kautschukplantagen in Brasilien und 113.529 Beschaeftigte weltweit
erwirtschafteten 2007 einen konsolidierten Umsatz von 16.9 Mrd Euro.
Im Jahr 2007 umfasste die Produktion der Michelin Gruppe 191 Mio
Reifen plus 17 Mio Strassenkarten und Reisefuehrer.
Im Anschluss an diesen Vortrag fand jeder von uns
einen bereits mit seinem Namen versehenen Schuhkarton und den
Sicherheitsschuhen vor. Aufgrund unserer angegebenen Schuhgroessen,
sollte dies ein schneller Prozess sein. Doch nachdem die Thai
Groessen anscheinend nicht gleich mit unseren Groessen waren, wurden
kurzerhand noch mehr Kartons gebracht. Es dauerte nicht lange und
jedes Mitglied war dann sicherheitstechnisch kompatibel.
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Bei der anschliessenden Werksbesichtigung konnten wir
den Mischraum sehen, wo zuerst die Komponenten fuer die Herstellung
des Gummis zusammengefuehrt werden. Die Herstellung von Gummi ist
dann ein schweisstreibender und geruchsintensiver Vorgang. All die
Schritte bis zum fertigen Reifen und der letztendlichen
Qualitaetspruefung waren hochinteressant. Herr Samuel hatte fuer uns
die Prozesse sehr verstaendlich erklaert. Was uns beim Durchlaufen
der Werkshallen auffiel, waren die kunstvoll gestalteten Waende. Wir
konnten erfahren, dass Mitarbeiter sich ihren Arbeitsplatz zum Teil
mit Blumen-, Tier- oder Landschaftsmotiven angemalt haben, was
diesen gleich etwas persoenlicher erscheinen laesst.
Nach ein paar Gruppenfotos und wieder versehen mit
unserer persoenlichen ‚Bereifung’ hatten wir noch etwas Zeit, um
weitere Fragen zu stellen. Herr Samuel, der in fliessendem deutsch
und englisch sowie in seiner Muttersprache parlierte, beantwortete
unsere Fragen mit seinem franzoesischen Charme und viel Humor.
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Die Einladung zum Lunch in ein nahegelegenes
Restaurant mit Blick auf den Hafen von Laem Chabang nahmen wir gerne
an. Das leckere Essen und der gemuetliche Austausch rundete diesen
informativen Besuch ab. Gestaerkt konnten wir die Rueckfahrt nach
Bangkok antreten. Herrn Samuel und seinen Mitarbeitern sagen wir
ganz herzlichen Dank fuer ihre Zeit und das Arrangieren unseres
Besuches.
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16.09.2008 / RR
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