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Radtour durch ‘Bangkoks Countryside’

Regen im
Februar. Und so richtig hell war’s um 06.30 h auch noch nicht, grau
und diesig, so dass sich manche
Radlfreundin
beim Aufstehen überlegte, ob ein Ausflug heute wohl eine so gute
Idee sei. ABER, hilft nix, radeln
steht auf dem
Programm und das Wetter kann ja nur besser werden....
Das wurde es
auch, als sich 15 Damen und ein junger Herr am 05.02. in Minburi
trafen, um die ländliche Umgebung
rund um
Minburi und den nächsten Bezirk Nongchock entlang des San Saeb
Kanals zu erkunden.

Minburi ist
einer der ältesten Vororte Bangkoks und sehr muslimisch geprägt.
Rama III hat vor gut 200 Jahren thail. Muslime aus dem Süden geholt,
um beim Ausbau der Klongs zu helfen und Eindringlinge (Khmer)
abzuwehren, die vom Norden über die Wasserwege nach Bangkok
eindringen wollten.
Die Räder
waren vom Spice Tours-Team schon für uns vorbereitet. Kurzes
Probefahren und los ging’s auf idyllischen Feldwegen.

Nach etwa 5 km
warteten beim ersten Stopp fruchtige Erfrischungen auf uns.

Gestärkt
radelten wir weiter zum Aufschrecken der ‚fliegenden Hunde’, die
zahlreich in luftiger Höhe von den Bäumen hingen.

Das Wetter
besserte sich zusehends, so dass wir bei zartem Sonnenschein bei
einer grösseren Orchideen-Farm ankamen, die sich auf den Export der
speziellen gelben Sorte spezialisiert hat (hab’ mir leider den Namen
nicht gemerkt). Die Orchideen gehen nach Europa und in die USA.

Die ersten 20
km waren geschafft, das leckere Mittagessen hatten wir uns verdient.

Ein Tässchen
Kaffee hätte uns jetzt gut getan... may mee, mot laew... (leider
ausgegangen). Ohne Koffeinschub bestiegen wir unsere Drahtesel zum
kulturellen Highlight der Tour: Wat Phurt Udom Pol oder wie wir ihn
nennen, den ‚Horror-Tempel’. Der damalige Abt des Tempels kam vor
gut 30 Jahren auf die Idee, der Bevölkerung äusserst plastisch vor
Augen zu führen, wozu schlechte Taten führen, dass es aber auch den
Aufstieg in den Himmel gibt.
Auch der
Tempel geht mit der Zeit: Das Skelett auf dem Fahrrad war neu
geweisselt, die Blutströme aufgefrischt, dafür kostet jetzt das
Inbewegungsetzen diverser Szenerien fünf Baht anstatt wie früher nur
einen.

Mit besten
Gutmensch-Vorsätzen bewältigen wir die letzten 10 km in Rekordzeit
und kamen erschöpt aber glücklich am
Nongchok
Market an. So manches Körperteil machte sich bemerkbar...
Kurzer Bummel
über den noch recht ursprünglichen Markt, dann hiess es Abschied
nehmen. Die Minburi-Gruppe machte sich per Boot auf dem San Saeb auf
den Heimweg, für die anderen ging’s per Bus zurück nach Asok. Welche
Gegensätze. Schön war’s wieder!

07.02.2008 /
AF
Infos zu
diversen Radtouren gibt’s unter:
www.bangkokbikerides.com
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