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Vortrag über Kinesiologie
Nach längerer Zeit brachte uns wieder einmal eine
Drehscheiben-Veranstaltung in die CoffeeSociety bei Sala Deng.
Dieses verwinkelte, in den 70er-Jahren-Design gestaltete
Cafe/Restaurant ist ein idealer Treffpunkt. Die enge Wendeltreppe
hoch, in der dritten Etage, hatte uns der Geschäftsführer bereits
die Sitzgelegenheiten zurechtgerückt und Bilder für unsere
Projektionswand abgehängt. Flexibel wie wir nun mal sind, haben wir
uns nach kurzem Plausch auf Sofabänken, Sesseln, Hockern und auf dem
Boden verteilt. Waren doch immerhin 17 interessierte Mitglieder
erschienen, um Khun Noks Vortrag über Kinesiologie zu hören.

Khun Nok, die ursprünglich aus Bangkok stammt, lebte
bereits in den USA, in Hong Kong und in Australien. Zudem hat sie
Asien und Europa ausgiebig bereist. Sie arbeitete mehr als 10 Jahre
im gehobenen Management einer Firma. Während ihrer Zeit als Manager
eines Wellness-Spas auf Koh Samui kam sie in Kontakt mit den
unterschiedlichsten Heilverfahren. Sie begann Tai Chi, Qi Gong,
Yoga, Meditation, Reiki und Quantum Touch zu praktizieren. Ein
lebenslanges Interesse an Spiritualität und persönlichem Wachstum
löste dann eine Kursänderung in ihrem Leben aus. Am College of
Complementary Medicine in Melbourne schloss sie ein zweijähriges
Studium mit dem Diplom für ganzheitliche Kinesiologie ab. Ihr
Bestreben, östliche und westliche Heilprinzipien bei der
individuellen Behandlung von Patienten in Einklang zu bringen, kann
sie nun in ihren eigenen Räumen umsetzen.
Gespannt verfolgten wir die Powerpoint unterstützte
Präsentation. ‚Kinesiology – the body talks!’, war der einleitende
Gedanke dieses Vortrages.

Konnten wir vorab doch etwas über Geschichte, Technik
und Anwendungsprinzipien dieses erst seit 1960 existierenden und
mittlerweile immer mehr ausgefeilten Verfahrens hören. Kinesiologie
ist eine natürliche Heilform, die aufgrund der Beobachtung von
Muskeln über das Wohlbefinden eines Menschen Auskunft gibt. Dies
sowohl auf körperlicher, geistiger, emotionaler und biochemischer
Ebene. Das Feststellen von Unausgewogenheiten oder Stressabläufen im
Körper ist somit relativ einfach. Dass Missharmonie und Krankheit
erscheinen, wenn das Nervensystem angegriffen ist, leuchtete uns
allen ein. Doch die Tatsache, dass neben dem eigentlichen
Körpergerüst auch die multidimensionale Struktur des Menschen eine
Rolle spielt, machte das Thema schon etwas komplexer. Wir erfuhren
unter anderem auch von elektromagnetischen Energiefeldern,
Meridianen mit 750 Akupunkten, dem Chakra System, der Aura, dem
astralen und emotionalen Körper.
Das Muskelsystem des menschlichen Körpers spielt bei
der Kinesiologie eine ganz wichtige Rolle, da unsere Muskeln mit den
Akupunkturmeridianen verbunden sind, was wiederum die Schaltzentrale
zu den verschiedenen Energiefeldern und dem Chakrasystem ist. Die 14
Muskeln des Muskelmeridiansystems sind durch eine Vielfalt von
Nervensträngen mit den Teilen des Gehirns verbunden, die das
Bewusstsein und Unterbewusstsein steuern. Mit Hilfe dieser
Vernetzung erst funktioniert Kinesiologie.
Wenn bei der Behandlung mit Kinesiologie eine
Unausgeglichenheit entdeckt wird, ist dies angezeigt durch einen
vorübergehenden Verlust der isometrischen Widerstandskraft des
jeweiligen Muskels. Diese Tatsache gibt dem Praktiker einen Hinweis
darauf, um welche Störung es sich handelt und in welcher Richtung
die Behandlung zu erfolgen hat. Die Anwendung von Kinesiologie wird
durch den Einsatz von Akupressur, Blütenessenzen (Bach oder Bush),
Farbe/Klang, Visualisation, emotionalen Stressabbau und Produkten
zur Nahrungsmittelergänzung unterstützt. Darüber hinaus wird der
allgemeine Heilprozess durch 3 Stufen begleitet: Erkennen des
‚Problems’, Bereitschaft zur Veränderung und
Bewusstseinserweiterung.
Immer wieder wurden wir aufgefordert, gerne Fragen zu
stellen. Doch erst die eigentliche Demonstration löste eine rege
Diskussion aus. Zuerst konnten wir diverse Punkte am Kopf selbst
fühlen und drücken, die im Alltag den Stress abbauen helfen sollen.
Anhand von freiwilligen ‚Patienten’ konnte Khun Nok
die Vorgehensweise bei einer Behandlung zeigen und somit die
Komplexität des Vortrages in eine nachvollziehbare Praxis umsetzen.

Zum Schluss bekam jeder von uns eine schriftliche
Information zu diesen Akupunkten und eine kleine Broschüre über
Kinesiologie.
Khun Nok sei herzlichst gedankt für diesen
informativen Vortrag. Wer mehr über sie oder die Technik erfahren
möchte, kann unter
www.innerbalance-kinesiology.com nachschauen. Außerdem möchte
ich das spontane ‚JA’ von John Hancock, dem neuen Besitzer der
CoffeeSociety lobend hervorheben, als ich nach den Räumlichkeiten
für diesen Vortrag angefragt habe. Er hat uns diesen Raum kostenfrei
zur alleinigen Nutzung bereitgestellt und wir hatten dabei fast noch
eine Rundumbetreuung von der Verkabelung des Projektors bis hin zur
freundlichen Bewirtung durch sein Personal. Frischgebackene Brownies
- gestiftet vom Arbeitskreis - rundeten den gelungenen Vormittag ab.
12.03.2008 / RR
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