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Radeln
in Ayutthaya
Kultur und Sport kann man
nicht miteinander verbinden? Oh doch! Indem man nämlich zuerst mit
dem angenehm gekühlten air-con-Bus zu den alten Ruinen Ayutthayas
fährt und dann mit dem Radel zum Sommerpalast nach
Bang Pa-In.

So geschehen am 03.02.2009
auf einer Tour mit Spice Roads. Nach einem kurzweiligen Transfer von
der Großstadt in die ehemalige Königsstadt Thailands stürmten die 12
sportlichen Damen (heute mit einem Hahn im Korb) den ersten Tempel
Wat Phra Mahathat. Eines der berühmtesten Fotomotive ist
unumstritten der in die Baumwurzeln eingebettete Buddha-Kopf. Aber
auch die alten Ruinen der Tempel sind sehenswert. Schwer
vorzustellen, dass dies vor 500 Jahren einmal eine blühende
Metropole mit über einer Million Einwohner gewesen sein soll.
Zerstört und niedergebrannt von den Burmesen. Buddha-Bildnisse, die
ihr Haupt noch tragen, sind rar gesät.

Nach drei, vier Stops an
weiteren Tempelanlagen wurde endlich auf die Drahtesel gewechselt
und los ging's auf die 20 km lange Strecke Richtung Bang Pa-In.
Sogar einen Fluss mussten wir überqueren – mit der Fähre natürlich.
Direkt am Wasser lag auch das kleine Thai-Restaurant, in dem unser
leckeres Mittagessen schon auf uns wartete. Die paar Kalorien
konnten bei so viel Bewegungsdrang und Hitze gar nicht erst
ansetzen.

Vorbei an
saftig grünen Reisfeldern und wunderschönen, typischen
Thai-Holzhäusern führt die Strecke zum Sommerpalast. Zwar auf einer
Landstraße, jedoch im Vergleich zu den verstopften Fahrbahnen in
Bangkok Idylle pur auf dem Land.

Damit war es aber genug
mit dem Sport für einen Tag und in der Sommerresidenz waren nur noch
vereinzelt „unkaputtbare“ Damen zum Laufen aufgelegt. Wofür gibt’s
denn schließlich die kleinen Caddies zu mieten? Viel lustiger als
ein Fußmarsch, und schneller dazu.

Ach ja, nicht zu
vergessen: ins Elefant Kraal haben wir noch einen Blick geworfen und
uns über die kleinen dickhäutigen Nimmersatts amüsiert. Anja muss
wohl ein paar Leckerlis in der Hose versteckt haben, die
Elefantenbabys wichen ihr nämlich lange nicht mehr von der Seite.
Und ein kleiner Pascha lag faul im Stroh – ein weißer Elefant, heißt
es. Das in Thailand hochverehrte Tier würde sich dadurch
auszeichnen, dass er 10 Fußglieder hat statt nur 8 und aus jeder
Pore zwei Haare wachsen, und nicht nur eins. Wie er da so bequem auf
dem Boden räkelte, scheint er wohl zu wissen, dass er was Besonderes
ist…

06.02.2009 / ME
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