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Zugfahrt nach Samut Songkran
ACHTUNG AN DER
BAHNSTEIGKANTE – BEIM KURIOSESTEN MARKT,
den man hier
besuchen kann. Eigentlich gab’s gar keine Bahnsteigkante, denn die
Auslagen der Händler gingen bis an die Schienen heran, so dass der
Zug, ohne Schaden anzurichten, über sie hinwegfuhr.

Am 9. Februar
2010 trafen sich frühmorgens 33 muntere Ausflügler der Drehscheibe
an der Surasak Haltestelle des Sky-Trains und stiegen am ‘ Blue
Elephant’ in 3 Kleinbusse, die alle zum Wongwian Yai Bahnhof
brachten. Die etwa anderthalbstündige Zugfahrt von dort in den
offenen Wagen zeigte gut, wie doch das ‘echte Leben’ in Thailand ein
wenig anders ausschaut, als was wir in Bangkok immer um uns haben.
Neben einfachen Wohnhäusern und Geschäften fielen besonders die
vielen grossen Schulen an der Strecke auf.

Am Fischerdorf
Mahachai, ein Stadtteil von Samut Sakorn, leerte sich der kleine Zug
und die Drehscheibler bestiegen eine noch kleinere Fähre, die uns zu
dem Mini-Bahnhof von Ban Laem brachte. Dort sollte der Zug nach
Meaklong abfahren, dem Ort mit dem so besonderen Markt, dass eine
gute Woche zuvor sogar im deutschen Fernsehen davon berichtet wurde.
Ein Augenzeuge aus Deutschland war beim Ausflug mit dabei. Wir
warteten.

Nun kam der
Zug doch und mit nur etwa 50 Minuten Verspätung bei einer etwa
einstündigen Fahrt ging es los. Die Landschaft war nun sehr
verändert, fast alles war grün. Es gab viel Wasser auf den Feldern.
Überall stolzierten oder flogen eine Unmenge weisser Reiher für die
Touristen herum. Die Einheimischen nehmen diese schönen Vögel
vermutlich gar nicht mehr wahr. Danach kamen große Gebiete, wo Salz
aus dem Wasser gewonnen und in kleinen Haufen zusammengescharrt
wurde.

Als wir dann
in Meaklong (Samut Songkran) ankamen, sah das eigentlich zuerst
alles sehr normal aus. Wir liefen zwischen den beiden schmalspurigen
Schienen, dem fast einzigen Weg, wo man laufen konnte, in die
Richtung über den Markt, aus der wir gekommen waren. Aber da kam
unser Zug schon zurück. Alle wurden an die Seite gedrängt, die
Tische mit den Auslagen von den Schienen weggerollt, die
Sonnenschutzplanen an die Seite geschoben und der Zug fuhr in
ungefähr zehn Zentimeter Abstand an uns vorbei zurück zur Fähre.
Kaum war er vorbei, wurden in wirklich Sekundenschnelle die
Sonnenplanen wieder ausgefahren und alles, was es zu verkaufen gab,
über die Schienen ausgebreitet. Selbst die riesigen toten Fischköpfe
schauten leicht verwundert aus. Und das passiert so mehrmals am Tag.

Dann kamen die
drei Kleinbusse und brachten uns zu einem schön gelegenen Restaurant
am Fluss mit wirklich leckerem Essen, wenn auch sehr dem milderen
Touristengeschmack angepasst. Anschließend gab es noch eine tolle
halb-stündige Klongfahrt mit einem obligatorischen Tempelbesuch und
es ging vor dem Dunkelwerden wieder zurück nach Bangkok. Ein toll
organisierter Ausflug!

15.02.2010 / IG |